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Schlafregression beim Kleinkind: Der komplette Leitfaden, um wieder in den Rhythmus zu finden

Luisa
Luisa
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February 18, 2026
12 Min. read
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Schlafregression beim Kleinkind: Der komplette Leitfaden, um wieder in den Rhythmus zu finden

Du hast die Neugeborenenphase überlebt. Du hast die 4-Monats-Regression durchgestanden. Dein Kleinkind schlief wunderbar — 11 Stunden am Stück, vorhersehbare Nickerchen, eine Abendroutine, nach der du die Uhr stellen konntest. Und dann, scheinbar über Nacht, brach alles zusammen.

Wenn dein Kleinkind plötzlich das Zubettgehen verweigert, um 2 Uhr nachts nach dir verlangt oder den Mittagsschlaf ablehnt, den es letzte Woche noch fröhlich gemacht hat, steckst du mit ziemlicher Sicherheit mitten in einer Schlafregression. Und auch wenn es sich anfühlt, als hätte dein Kind vergessen, wie Schlafen geht — was tatsächlich passiert, ist etwas viel Interessanteres und viel Vorübergehenderes.

Schlafregressionen gehören zu den am meisten missverstandenen Aspekten der Kleinkindentwicklung. Eltern geben sich oft selbst die Schuld, nehmen an, sie hätten etwas falsch gemacht, oder versuchen hektisch, das Problem mit drastischen Veränderungen zu „lösen", die die Sache eigentlich schlimmer machen. Dieser Leitfaden hilft dir zu verstehen, was genau im sich entwickelnden Gehirn deines Kindes passiert, zu erkennen, mit welcher Regression du es zu tun hast, und die Phase mit Strategien zu meistern, die sowohl die Schlaffähigkeiten deines Kindes als auch deinen eigenen Verstand schützen.

📋Key Takeaways
  • Schlafregressionen sind vorübergehend — die meisten dauern 2-6 Wochen bei konsequentem Umgang
  • Dein Kind hat nicht verlernt zu schlafen; sein Gehirn installiert gerade ein großes Entwicklungs-Update
  • Halte an deiner bestehenden Abendroutine als Anker fest — krempele sie nicht um
  • Was tagsüber passiert, beeinflusst den Nachtschlaf mehr als das, was du abends beim Zubettgehen tust
  • Vermeide neue Einschlafhilfen, die die Regression überdauern

Zu verwandten Schlafherausforderungen findest du weitere Hilfe in unseren Guides zu Zubettgeh-Kämpfen beenden, gesunde Schlafgewohnheiten aufbauen, nächtliches Aufwachen lösen und verstehen, warum dein Kind schreiend aufwacht.

Was eine Schlafregression wirklich ist (und was nicht)

Eine Schlafregression bedeutet nicht, dass dein Kind verlernt hat zu schlafen. Es ist eine vorübergehende Störung etablierter Schlafmuster, die mit einem bedeutenden Entwicklungssprung zusammenhängt. Stell dir das Gehirn deines Kleinkindes wie einen Computer vor, der ein großes Software-Update installiert — das System muss ein paar Mal neu starten, bevor wieder alles reibungslos läuft.

Während dieser Entwicklungsfenster organisiert sich das Gehirn deines Kindes tatsächlich neu. Neuronale Verbindungen bilden sich, kognitive Fähigkeiten erweitern sich und die emotionale Verarbeitung reift. All diese neurologische Aktivität beeinflusst die Schlafarchitektur selbst — wie schnell dein Kind einschläft, wie tief es schläft und wie es zwischen Schlafzyklen wechselt.

Die drei Muster des Schlafwiderstands

Nicht alle Schlafregressionen sehen gleich aus. Zu verstehen, welches Muster dein Kind zeigt, hilft dir, wirksam zu reagieren.

Muster 1: Der Hinauszögerer. Dein Kind nutzt jedes Werkzeug seines wachsenden Wortschatzes, um das Zubettgehen aufzuschieben. Noch ein Buch. Noch einen Schluck Wasser. Noch eine Umarmung. Es hat keine Angst — es testet die Grenzen seiner neuen Fähigkeiten. Dieses Muster tritt am häufigsten während der 18-Monats-Regression auf, wenn die Sprache explodiert, und dann wieder um das 3. Lebensjahr, wenn die Verhandlungsfähigkeiten schärfer werden.

Muster 2: Der ängstliche Schläfer. Dein Kind wird wirklich ängstlich wegen des Zubettgehens, des Schlafens oder des Alleinseins. Es klammert sich an dich, weint wenn du gehst, oder entwickelt bestimmte Ängste (Dunkelheit, Monster, Geräusche). Dieses Muster taucht typischerweise während der 2-Jahres-Regression auf, wenn die Vorstellungskraft sich entwickelt, und verstärkt sich während der 3-Jahres-Regression, wenn das fantasievolle Denken neue Höhen erreicht. Für ein tieferes Verständnis dieses Musters schau dir unseren Guide zu Ängsten beim Zubettgehen an.

Muster 3: Der abhängige Schläfer. Dein Kind kann plötzlich nicht mehr ohne deine Anwesenheit einschlafen, nachdem es monatelang selbstständig eingeschlafen ist. Es braucht dich, um neben ihm zu liegen, seine Hand zu halten oder zu bleiben, bis es fest schläft. Dieses Muster kann in jedem Regressionsalter auftreten und ist oft am schwierigsten zu bewältigen, ohne neue langfristige Gewohnheiten zu schaffen.

Die meisten Kinder zeigen eine Mischung dieser Muster, und das dominante Muster verschiebt sich oft im Laufe der Regression.

Schlafregression nach Alter: Der komplette Überblick

Jede Schlafregression beim Kleinkind hat eigene Auslöser, typische Symptome und wirksame Gegenmaßnahmen. So unterscheiden sie sich.

Schnellvergleich: 18 Monate vs. 2 Jahre vs. 3 Jahre

18-Monats-Regression

  • Hauptantrieb: Höhepunkt der Trennungsangst + Sprachexplosion
  • Typische Dauer: 2-3 Wochen
  • Kennzeichnende Symptome: Schreien beim Zubettgehen, Mittagsschlaf-Verweigerung, nächtliches Aufwachen mit intensivem Weinen
  • Häufigstes Muster: Abhängiger Schläfer + Ängstlicher Schläfer
  • Besondere Herausforderung: Kann mit dem Nickerchen-Übergang zusammenfallen (von 2 auf 1 Nickerchen)
  • Ausführlicher Guide: 18-Monats-Schlafregression

2-Jahres-Regression

  • Hauptantrieb: Höhepunkt der Autonomie + aufkeimende Vorstellungskraft + Lebensübergänge
  • Typische Dauer: 3-6 Wochen
  • Kennzeichnende Symptome: Ausgeklügelte Verzögerungstaktiken, neue Ängste vor dem Schlafengehen, Austesten jeder Grenze
  • Häufigstes Muster: Hinauszögerer + Ängstlicher Schläfer
  • Besondere Herausforderung: Fällt oft mit neuem Geschwisterchen, Töpfchenlernen oder Bettübergang zusammen
  • Ausführlicher Guide: Schlafregression mit 2 Jahren

3-Jahres-Regression

  • Hauptantrieb: Fortgeschrittene Vorstellungskraft + Kindergarten-Trennung + kognitive Sprünge
  • Typische Dauer: 3-6 Wochen
  • Kennzeichnende Symptome: Albträume, komplexe Ängste, wiederholtes Aufstehen aus dem Bett, Mittagsschlaf-Widerstand
  • Häufigstes Muster: Hinauszögerer + Ängstlicher Schläfer
  • Besondere Herausforderung: Kann mit dem Wegfall des Mittagsschlafs zusammenfallen und Verwirrung zwischen Albträumen und Nachtschreck
  • Ausführlicher Guide: Schlafregression mit 3 Jahren

Warum Tagesstrategien wichtiger sind als nächtliche Lösungen

Hier kommt etwas, das die meisten Schlafratgeber übersehen: Was tagsüber passiert, hat einen größeren Einfluss auf den Nachtschlaf als das, was du abends beim Zubettgehen tust. Das gilt besonders während Regressionen.

Der Bindungstank

Schlafforscher in der Pädiatrie erkennen zunehmend, dass Kinder, die sich tagsüber sicher verbunden fühlen, die Trennung beim Zubettgehen besser aushalten. Während einer Regression verstärkt sich das Bindungsbedürfnis deines Kindes, weil sein Gehirn auf Hochtouren neue Entwicklungsfähigkeiten verarbeitet.

Praktische Bindungsstrategien:

  • Morgenritual nach dem Aufwachen: Verbringe 10-15 Minuten fokussierte, handyfreie Zeit mit deinem Kind innerhalb der ersten Stunde nach dem Aufwachen. Das füllt den emotionalen Tank deines Kindes, bevor der Tag beginnt.
  • Mittags-Check-in: Schon 5 Minuten Spielen auf dem Boden, Vorlesen oder einfach ganz präsent sein sagen deinem Kind: „Ich sehe dich. Du bist mir wichtig."
  • Puffer vor dem Zubettgehen: Baue 15-20 Minuten ruhige, verbundene Zeit vor dem eigentlichen Abendritual ein. Das ist getrennt vom Ritual selbst — es ist Übergangszeit von Aktivität zu Ruhe.

Die Übermüdungsfalle

Während einer Regression schieben viele Eltern die Schlafenszeit nach hinten, weil sie denken, ihr Kind „ist noch nicht müde." Das geht fast immer nach hinten los. Ein übermüdetes Kleinkind produziert Cortisol und Adrenalin — Stresshormone, die das Einschlafen schwerer, das Durchschlafen schwieriger und frühes Aufwachen wahrscheinlicher machen.

Anzeichen, dass dein Kleinkind übermüdet ist statt nicht müde:

  • Hyperaktivität oder „aufgedrehtes" Verhalten am Abend
  • Augen reiben, aber sich weigern hinzulegen
  • Emotionale Zusammenbrüche bei kleinen Anlässen
  • Schnell einschlafen, aber innerhalb von 1-2 Stunden wieder aufwachen
  • Früheres Aufwachen als üblich

💡
TipWenn du Übermüdungszeichen siehst, versuche die Schlafenszeit 15-30 Minuten nach vorne zu verlegen statt nach hinten. Es fühlt sich unlogisch an, aber ein früheres Zubettgehen führt oft zu besserem, längerem Schlaf.

Bewegung und Zeit draußen

Forschungsergebnisse, veröffentlicht im Journal of Clinical Sleep Medicine, zeigen, dass Kinder, die täglich mindestens 60 Minuten körperlich aktiv sind — besonders draußen — schneller einschlafen und tiefer schlafen. Während einer Regression solltest du aktives Spielen im Freien am Vormittag und frühen Nachmittag priorisieren. Vermeide intensive körperliche Aktivität innerhalb von 2 Stunden vor dem Schlafengehen, da sie eher anregend als ermüdend wirken kann.

Sechs universelle Strategien für jede Schlafregression beim Kleinkind

Unabhängig davon, welche altersspezifische Regression du gerade durchlebst — diese Strategien bilden das Fundament deiner Reaktion.

1. Halte an deiner bestehenden Routine fest

Deine Abendroutine ist das mächtigste Werkzeug, das du während einer Regression hast. Sie ist eine vorhersehbare Abfolge, die dem Gehirn deines Kindes Sicherheit signalisiert: „Ich weiß, was als Nächstes kommt. Ich weiß, wie das endet. Ich bin sicher."

⚠️
WarningÄndere deine Routine während einer Regression nicht grundlegend. Neue Einschlafgewohnheiten jetzt einzuführen (Co-Sleeping, neben dem Kind liegen, auf der Couch einschlafen) schafft Gewohnheiten, die die Regression überdauern.

Behalte die gleichen Schritte, die gleiche Reihenfolge, das gleiche Timing bei. Du kannst kurze Trostmaßnahmen hinzufügen — eine zusätzliche Minute Kuscheln, ein kurzes beruhigendes Lied — aber widerstehe dem Drang, komplett neue Elemente einzuführen (ausgedehnte Massagen, neben dem Kind liegen bleiben, auf der Couch einschlafen lassen).

2. Bestätige Gefühle, ohne nachzugeben

Die Verzweiflung deines Kindes während einer Regression ist real. Seine Gefühle verdienen Anerkennung. Aber Gefühle zu bestätigen heißt nicht, alle Grenzen aufzugeben.

Don't Say

Okay, nur dieses eine Mal bleibe ich, bis du eingeschlafen bist.

Try Instead

Ich sehe, dass du wirklich nicht möchtest, dass ich gehe. Du bist traurig. Ich hab dich lieb und jetzt ist Schlafenszeit.

Don't Say

Na gut, du kannst heute Nacht in unserem Bett schlafen.

Try Instead

Es ist schwer, Gute Nacht zu sagen. Ich bin direkt im Nebenzimmer und sehe dich morgen früh.

Der Unterschied ist enorm wichtig. Bestätigung fördert emotionale Intelligenz und Vertrauen. Nachgeben schafft neue Erwartungen, an denen dein Kind auch nach der Regression festhalten wird.

3. Erschaffe eine Strategie mit Übergangsobjekt

Ein Übergangsobjekt — ein Kuscheltier, eine Decke oder ein kleines Kissen — gibt deinem Kind einen physischen Trostanker, wenn du nicht im Zimmer bist. Wenn dein Kind noch keines hat, ist eine Regression tatsächlich ein guter Zeitpunkt, eines einzuführen.

So machst du es wirkungsvoll:

  • Schlafe selbst eine Nacht mit dem Objekt, damit es nach dir riecht
  • Gib ihm einen Namen und eine „Aufgabe" (Bärchen passt auf dich auf, während du schläfst)
  • Baue es konsequent in die Abendroutine ein
  • Lass dein Kind aus 2-3 Optionen wählen (das gibt ihm Mitbestimmung)

4. Nutze die „Ich-komme-nochmal"-Methode

Wenn dein Kind mit der Trennung beim Zubettgehen kämpft, können kurze verbale Check-ins die Brücke zwischen voller Anwesenheit und voller Selbstständigkeit sein.

Die Methode: Nach Abschluss deiner Routine und dem Gute-Nacht-Sagen sagst du deinem Kind, dass du in 5 Minuten nochmal nach ihm schaust. Komm kurz zurück (30 Sekunden), flüstere „Ich bin da, du machst das toll, schlaf jetzt" und geh wieder. Verlängere die Abstände schrittweise. Die meisten Kinder schlafen vor dem zweiten oder dritten Check-in ein.

Das funktioniert, weil es den „Tschüss-Moment" in ein „Bis gleich" verwandelt. Dein Kind steht nicht vor einer unendlichen Trennung — es wartet auf eine bestimmte, verlässliche Rückkehr.

5. Schütze den Mittagsschlaf

Während einer Regression ist der Mittagsschlaf oft das erste Opfer. Dein Kind verweigert ihn vielleicht, schläft nur kurz oder zu unvorhersehbaren Zeiten. Auch wenn es verlockend ist, den Mittagsschlaf einfach zu streichen — das verschlimmert normalerweise den Nachtschlaf durch Übermüdung.

Stattdessen:

  • Halte ein festes Mittagsschlaf-Fenster ein (biete die Gelegenheit an, auch wenn es nicht schläft)
  • Schaffe eine ruhige Umgebung mit Verdunkelungsvorhängen und weißem Rauschen
  • Wenn es wirklich nicht schläft, führe eine „Ruhezeit" ein — 45-60 Minuten ruhiges, selbstständiges Spielen im Zimmer
  • Lass einen ausgefallenen Mittagsschlaf nicht die Schlafenszeit nach hinten verschieben. Verlege die Schlafenszeit lieber nach vorne

Wann Änderungen beim Mittagsschlaf tatsächlich nötig sind versus regressionsbedingt, erfährst du in unserem Guide zu gesunden Schlafgewohnheiten.

6. Achte auf deine eigene Reaktion

Das ist vielleicht die schwierigste Strategie von allen. Dein Kind liest deine Angst, Frustration und Erschöpfung. Wenn du dich mit Grauen dem Zubettgehen näherst, nimmt dein Kind diese Energie auf — und es bestätigt seine Vermutung, dass das Zubettgehen etwas ist, wovor man sich fürchten oder wogegen man kämpfen sollte.

Praktische Selbstfürsorge:

  • Nimm 3 tiefe Atemzüge, bevor du mit der Abendroutine beginnst
  • Erinnere dich: „Das ist vorübergehend. Das Gehirn meines Kindes wächst. Wir werden das schaffen."
  • Wechsle dich mit deinem Partner oder deiner Partnerin ab — abwechselnd das Zubettbringen übernehmen, um Erschöpfung zu vermeiden
  • Senke vorübergehend deine Erwartungen. Durch die Regression zu kommen zählt mehr als Perfektion.

Echte Erfolgsgeschichten von Eltern

Sarahs Geschichte: Die Wende mit 18 Monaten

„Als meine Tochter Mia 18 Monate alt wurde, ging sie davon, von 19 Uhr bis 6:30 Uhr durchzuschlafen, zu Mordio-Geschrei in der Sekunde, in der ich sie hingelegt habe. Ich geriet in Panik und fing an, sie in den Schlaf zu wiegen — was ein paar Nächte funktionierte, aber dann brauchte sie es jedes einzelne Mal, auch um 2 Uhr nachts. Unser Kinderarzt sagte mir, ich solle zu unserer ursprünglichen Routine zurückkehren und einen 5-Minuten-Check-in einbauen. Die ersten beiden Nächte waren hart, aber ab der fünften Nacht schlief sie wieder allein ein. Ich war das Problem, nicht sie — sie brauchte einfach, dass ich dem Prozess vertraue."

Tobias' Geschichte: Der Sturm mit zwei Jahren

„Unsere Zwillinge erwischte die 2-Jahres-Regression gleichzeitig, genau als meine Frau mit unserem dritten Kind schwanger war. Reines Chaos. Was uns rettete: Wir waren nachts absolut langweilig. Wenn sie nach uns riefen, gingen wir rein, flüsterten ‚Schlafenszeit' und gingen wieder. Kein Blickkontakt, kein Aufnehmen, keine Unterhaltung. Es dauerte etwa drei Wochen, aber dann hörten sie auf zu rufen. Der langweilige Elternteil gewinnt."

Sofias Geschichte: Die Vorstellungskraft des 3-Jährigen

„Mein Sohn Matteo bekam mit 3 Jahren plötzlich furchtbare Angst vor Schatten. Er schrie, dass ‚Dinge' in seinem Zimmer seien. Statt es abzutun, machten wir eine ‚Schattenshow' als Teil unserer Abendroutine — wir benutzten eine Taschenlampe, um lustige Formen an die Wand zu werfen und zeigten ihm, dass Schatten nur Formen sind. Wir besorgten ihm auch eine kleine Taschenlampe für neben sein Bett. Innerhalb von zwei Wochen leuchtete er selbst in seinem Zimmer herum und sagte seinen Schattenfreunden Gute Nacht. Ihm Werkzeuge zu geben, um seine Angst zu bewältigen, war wirksamer als ihm zu sagen, es sei nicht echt."

Dein Woche-für-Woche-Erholungsplan

Woche 1: Stabilisieren und beobachten

  • Halte deine bestehende Abendroutine ohne Änderungen bei
  • Beobachte, was passiert: Wann wehrt sich dein Kind, was löst es aus, wie lange dauert es
  • Stelle sicher, dass die Bindungszeit tagsüber stark ist (mindestens 15 Minuten konzentriertes Spielen)
  • Widerstehe dem Drang, neue Einschlafhilfen einzuführen — kein Co-Sleeping, kein Neben-dem-Kind-Liegen zum Einschlafen
  • Verlege die Schlafenszeit 15-30 Minuten nach vorne, wenn du Anzeichen von Übermüdung siehst

Woche 2: Kernstrategien umsetzen

  • Führe die Check-in-Methode ein, wenn Trennungsangst das Thema ist
  • Füge ein Übergangsobjekt hinzu, wenn dein Kind noch keines hat
  • Nutze Bestätigungssätze konsequent: Benenne das Gefühl, halte die Grenze
  • Schütze die Mittagsschlafzeit intensiv — auch Ruhezeit zählt
  • Halte die frühere Schlafenszeit bei, wenn nötig

Woche 3: Verfeinern und anpassen

  • Diese Woche solltest du schrittweise Verbesserung sehen
  • Passe Check-in-Abstände an (längere Pausen, wenn dein Kind schneller einschläft)
  • Gehe auf spezifische Ängste mit altersgerechten Strategien ein (Nachtlicht, „Monsterspray", Zimmercheck)
  • Beginne, die normale Schlafenszeit wiederherzustellen, wenn du sie vorgezogen hattest
  • Feiere kleine Erfolge mit deinem Kind: „Du bist gestern Abend so toll eingeschlafen!"

Woche 4: Erfolge festigen

  • Der Schlaf sollte sich normalisieren, obwohl gelegentlich schwierige Nächte normal sind
  • Bleibe konsequent — jetzt ist nicht der Zeitpunkt, die Grenzen zu lockern
  • Plane, wie du mit zukünftigen Regressionen umgehst (du hast jetzt einen Spielplan)
  • Wenn sich der Schlaf überhaupt nicht verbessert hat, denke daran, euren Kinderarzt zu konsultieren

Wann du professionelle Hilfe suchen solltest

Die meisten Schlafregressionen lösen sich mit konsequentem Umgang von selbst. Bestimmte Anzeichen deuten jedoch darauf hin, dass möglicherweise mehr als eine normale Entwicklungsregression dahintersteckt.

Kontaktiere euren Kinderarzt, wenn:

  • Die Schlafstörung trotz konsequenter Strategien länger als 6 Wochen ohne Verbesserung anhält
  • Dein Kind Anzeichen von Atemproblemen im Schlaf zeigt (Schnarchen, Schnappen nach Luft, Mundatmung)
  • Nächtliches Aufwachen von Schmerzen, Fieber oder körperlichen Symptomen begleitet wird
  • Dein Kind tagsüber trotz ausreichend Schlafgelegenheit nachts übermäßig schläfrig ist
  • Du deutliche Verhaltensänderungen über den Schlaf hinaus bemerkst (Appetitlosigkeit, Rückzug, Rückschritte in anderen Entwicklungsbereichen)
  • Dein eigener Schlafmangel deine Fähigkeit beeinträchtigt, zu funktionieren oder sicher für dein Kind da zu sein

Ziehe einen Schlafberater in Betracht, wenn:

  • Du seit 4 oder mehr Wochen konsequent warst, ohne Fortschritte
  • Dein Kind komplexe Schlafbedürfnisse hat (mehrere Probleme gleichzeitig)
  • Du eine auf eure Familie zugeschnittene Beratung brauchst
  • Vorherige Schlaftraining-Versuche ohne Erfolg waren

Schlafregressionen sind erschöpfend, aber sie sind auch ein Zeichen dafür, dass das Gehirn deines Kindes genau das tut, was es soll — wachsen, sich entwickeln und neue Meilensteine erreichen. Für ein tieferes Verständnis dessen, was nächtliche Not verursacht, bieten unser Guide zu nächtlichen Ängsten und unser Guide zum Thema Kinder, die schreiend aufwachen detaillierte Strategien für spezifische Szenarien.

Deine nächsten Schritte

Du musst die Schlafregression nicht alleine durchstehen. Hier sind Ressourcen, die dir durch diese Phase helfen:

  • Wenn Zubettgeh-Kämpfe die größte Herausforderung sind, lies unseren kompletten Guide zu Zubettgeh-Kämpfen mit detaillierten Gesprächsleitfäden und der bewährten 3-Schritte-Zubettgeh-Methode.
  • Wenn nächtliches Aufwachen das größte Problem ist, entdecke unseren Guide zu nächtlichem Aufwachen mit 8 evidenzbasierten Strategien, damit dein Kind durchschläft.
  • Wenn Ängste deines Kindes die Regression antreiben, bietet unser Guide zu Ängsten beim Zubettgehen gezielte Werkzeuge für angstbasierte Schlafstörungen.

Denk daran: Jede Schlafregression geht vorbei. Dein Kind ist nicht kaputt, und du bist es auch nicht. Was sich wie ein Rückschritt anfühlt, ist in Wirklichkeit ein Vorwärtssprung des Gehirns deines Kindes. Bleib konsequent, bleib mitfühlend und vertraue darauf, dass der Schlaf zurückkehren wird.

Dieser Artikel basiert auf pädiatrischer Schlafforschung und Erkenntnissen der Kindesentwicklung. Einzelne Kinder können individuelle Ansätze erfordern, die auf Temperament, Familiensituation und spezifische Herausforderungen abgestimmt sind. Wende dich an euren Kinderarzt, wenn Schlafstörungen den Alltag oder das Familienwohl erheblich beeinträchtigen.

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