1. Bestätigung und Grenze
mittel · 5-10 Minuten
- Du bist gerade richtig wütend wegen der Schlafenszeit. Ich seh, dass dir das schwerfällt.
- UND Schlafenszeit ist trotzdem dran. Du brauchst deinen Schlaf, damit du morgen wieder fit bist.
- Möchtest du selbst in dein Zimmer gehen, oder soll ich dich tragen?
- Ich bin da für dich. Diese großen Gefühle dürfen sein.
Warum das wirkt
Wenn du die Gefühle deines Kindes anerkennst und gleichzeitig an der Grenze festhältst, merkt es, dass seine Gefühle berechtigt sind, auch wenn die Erwartung bestehen bleibt. Wahlmöglichkeiten geben ihm zusätzlich das Gefühl, innerhalb deiner Struktur mitzubestimmen.
Der Satz für dich: Das ist vorübergehend. Seine großen Gefühle bedeuten nicht, dass ich etwas falsch mache. Konsequenz ist Freundlichkeit.
2. Spielerischer Ansatz
einfach · 5-10 Minuten
- Oh nein! Hat dich etwa das Schlafenszeit-Monster erwischt? Das macht manche Kinder richtig wütend aufs Insbettgehen!
- Sag mal... marschieren wir wie Soldaten zum Bett, oder hüpfen wir wie Hasen?
- Deine Kuscheltiere warten schon auf dich. Sagen wir ihnen zusammen Gute Nacht?
- Auch wenn du gerade sauer bist, hab ich dich total lieb. Komm, wir machen dich bettfertig.
Warum das wirkt
Verspieltheit kann die Stimmung kippen und macht Mitmachen wahrscheinlicher. Die Grenze bleibt bestehen, und durch die Verbindung entsteht gleichzeitig weniger Machtkampf.
Der Satz für dich: Das ist vorübergehend. Seine großen Gefühle bedeuten nicht, dass ich etwas falsch mache. Konsequenz ist Freundlichkeit.
3. Begrenzte Wahlmöglichkeiten
einfach · sofort
- Ich merk, die Schlafenszeit ist dir gerade zu viel.
- Du darfst entscheiden: erst Schlafanzug an oder erst Zähne putzen?
- Soll deine Tür heute Nacht einen Spalt offen bleiben, oder lieber zu?
- Jetzt ist Schlafenszeit, und du entscheidest, ob wir es uns leicht oder schwer machen.
Warum das wirkt
Wahlmöglichkeiten innerhalb der nicht verhandelbaren Grenze geben Kindern ein Gefühl von Autonomie und Kontrolle. Dadurch machen sie eher mit.
Der Satz für dich: Das ist vorübergehend. Seine großen Gefühle bedeuten nicht, dass ich etwas falsch mache. Konsequenz ist Freundlichkeit.
Fragen, die Eltern stellen
- Soll ich im Zimmer bleiben, bis mein Kind schläft?
- Dableiben ist kein Fehler. Wichtiger ist, dass es heute so läuft wie morgen. Was Kinder wach hält, ist die Unberechenbarkeit, nicht die Gesellschaft.
- Mein Kind will jeden Abend noch eine Sache. Was sage ich?
- Antworte auf das Bedürfnis, nicht auf die Bitte, und mach es endlich: benenne die Sache, gib sie einmal, und sag, was danach kommt. Genau darum sind die Formulierungen oben gebaut.
- Hilft eine spätere Schlafenszeit, wenn es nicht klappt?
- Manchmal. Aber Übermüdung sieht sehr danach aus, als wäre das Kind noch nicht müde. Wenn zum Kampf am Abend frühes Aufwachen dazukommt, probier eher früher als später.
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